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"Lösung wird gesucht"

Viele Buerger -  viele Fragen. (© bochum-lokal; FotoTaG)

Wird die Pontonbrücke dauerhaft für den Pkw-Verkehr gesperrt?

Viele Bürger wollten mit dabei sein, wenn es endlich losgeht mit dem Ausbau der Lewackerstraße. Doch dabei brannten besonders den Anwohnern beider Ruhrseiten viele Fragen auf der Zunge. Zusammen mit den Politikern stand ihnen auch Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke Rede und Antwort. "Es bedarf eine gute Bauleitung, eine leistungsfähige Baufirma und günstige Witterungsverhältnisse! Die Voraussetzungen für einen zügigen Ablauf sind geschaffen, nur das Wetter kann man nicht beeinflussen", erklärte er in seiner Ansprache. Aus Kosten-, Zeit-, und Platzgründen kann nicht abschnittweise gearbeitet werden, ergänzte Christoph Matten, vom Tiefbauamt der Stadt Bochum. Für die sich auf 1,1 Mio. Euro belaufende Maßnahme, mit kobiniertem Rad- und Wanderweg und energiesparenden LED-Straßenlaternen, wurde ein Jahr Bauzeit eingeplant.

Dabei nahm Dr. Bradtke auch Stellung zur Pontonbrücke. (Foto unten) (Player Tondokument:Stadtbaurat Dr. Bradtke zur Situation um die Pontonbrücke am 1.4.16 © TGM-TonTaG) Ihr Browser ist leider nicht in der Lage den Player zu starten.

Stadtbaurat Dr. Bradtke vor der Kamerea (© bochum-lokal; FotoTaG)



Ideen gesucht!

Dahlhauser Pontonbruecke (© bochum-lokal; FotoTaG)

Wird die Pontonbrücke dauerhaft für den Pkw-Verkehr gesperrt?

Die Pontonbrücke in Dahlhausen ist wieder einmal in den Schlagzeilen. Dabei geht es gar nicht einmal so sehr um die einjährige Sperrung für den Kraftfahrzeugverkehr wegen Bauarbeiten an der Lewackerstraße, ab dem 29. März. Die Frage, die alle Bürger auf beiden Seiten der Ruhr bewegt ist: "Wird die Brücke in Zukunft nur noch für Fußgänger und Radfahrer passierbar bleiben, oder findet sich noch eine Lösung die Brücke weiterhin, wenigstens für den PKW-Verkehr offen zu halten?"

Das Schicksal der Verbindung zwischen Bochum-Dahlhausen und Hattingen-Niederwenigern, sowie Essen-Burg-Altendorf auf der anderen Ruhrseite, hängt voraussichtlich vom Ergebnis eines Ideenwettbewerbs ab. Dazu hatte Ende letzten Jahres der Bochumer Stadtbaurat Dr. Marcus Bradtke aufgerufen, weil es bisher kein Patenrezept gibt, um störungsfrei und sicher Fahrzeuge über 2,8 Tonnen von der Brücke fern zu halten.

Die 1959 für Fahrzeuge bis 12 Tonnen konzipierte Schwimmbrücke wurde durch den Schwerlastverkehr so stark beansprucht, dass immer wieder aufwendige Reparaturen notwendig wurden. Ohne eine Vollsperrung für diese Fahrzeugklasse sahen die zuständigen Stellen die durchschnittliche zugrunde liegende Lebensdauer des Bauwerkes, von rund 80 Jahren, erheblich verkürzt.

Nach dem Wechseln der Rollenauflager 2006, der Herabsetzung der Belastungsgrenze und einer Überprüfung der Nietköpfe in den Fahrbahnplatten unter der Asphaltschicht 2011, erfolgte der Einbau von Betonpollern in den Zufahrten der einspurig befahrbaren Pontonbrücke. Mit einer Durchfahrtsbreite von 2,10 Metern für Fahrzeuge bis 2,8 Tonnen und einer weiteren Geschwindigkeitsbegrenzung dachten die Experten, das Problem gelöst zu haben.

Damit war allerdings nicht nur die direkte Linienbusverbindung zwischen Dahlhausen und Burgaltendorf unterbrochen, sondern es entstanden auch unvorhergesehne Probleme. Fahrzeugstaus bildeten sich vor den Pollern in den Ein- und Ausfahrten, da so mancher Fahrzeugführer nur zögerlich die Lkw-Blockaden passierte. Täglich neue Lackspuren an den Betonklötzen zeugten von Schrammen, die sich Autofahrer bei der Durchfahrt zugezogen hatten. Schlimmer allerdings waren gefährliche Situationen am - und auf dem Bahnübergang. Ein Fahrzeug geriet unter einer sich schließenden Schranke, andere gaben vor der umschaltenden Ampel noch Gas und sorgten so für Gegenverkehr auf dem Bahnübergang. Fahrlässig handelte ein Fahrzeugführer mit Pferdeanhänger, der erst bei der Ausfahrt merkte, dass er so nicht durch die Ausfahrt passte und den Hänger mitten auf den Schienen abkoppelte, wird berichtet. Erhebliche Störungen des Bahnverkehrs verursachte der Fahrer eines 40-Tonners. Mutwillig drückte er Poller auseinander und landete auf der anderen Seite beim Versuch auf dem Bahnübergang zu drehen, im Schotterbett der Gleise.

All dies führte letztendlich dazu, dass sich Polizei, Ordnungsamt, Straßenverkehrsamt, Tiefbauamt und der Bochumer Stadtbaurat zusammensetzten, um nach vertretbaren Lösungen zu suchen. Herausgekommen war die Bücke Richtung Dahlhauser Ortskern als Einbahnstraße zu nutzen, oder eine Vollsperrung für Kraftfahrzeuge.

Einen Planungsauftrag zum Bau einer neuen Brücke erteilte die Bezirksvertretung Bochum-Südwest 2013 der Verwaltung. Eine Variante sah den Neubau über die Bahnverbindung der S3 in Höhe des ehemaligen Zechengeländes "Dahlhauser Tiefbau" vor. Damit wäre zumindest der Forderung der Deutschen Bahn und dem Eisenbahnkreuzungsgesetzt entsprochen worden. Kritik an den Plänen äußerten nicht nur Hattinger Politiker oder Naturschützer, auch der Bochumer Stadtbaurat hält so ein Bauwerk für überzogen. "Was nutzt eine leistungsfähige Brückenverbindung, wenn die Infrastruktur auf beiden Seiten nicht dafür vorhanden ist", äußerte Bradtke jüngst bei einer Bürgerversammlung der SPD-Dahlhausen. Einen neuen Bahnübergang wird die Deutsche Bahn nicht zustimmen.

Die alte Brücke zu ersetzen verbietet der Denkmalschutz, unter dem sie auf Antrag der Stadt Hattingen 2014 gestellt wurde. "Selbst die Aufhängungen sind davon betroffen", stellte Dr. Bradtke klar heraus. So ist auch ein Verschieben des historischen Bauwerkes kaum möglich.

"Wir kennen nicht die richtige Antwort und das macht die Sache kompliziert", gab Bradtke bei der Bürgerversammlung zu. Eine effektive Sperre für Fahrzeuge über 2,8 Tonnen würde den rund 5 000 Autofahren, die täglich die Verbindung nutzen, Umwege bis zu 18 Kilometern ersparen. "Eine Möglichkeit könnte eine verstellbare Höhenbegrenzung sein", wie Bradtke mitteilte. Den Vorschlag machte der Dahlhauser Naturfreund Jürgen Schwätzer. Vielleicht gibt es ja noch bessere Ideen? Als Preis für eine praktizierbare Lösung verspricht der Bochumer Stadtbaurat einen Kasten Bier, den er persönlich vorbeibringen will. Also, E-Mail an: m.bradkte@bochum.de.
(Stand:28.03.16)

Vorerst für ein Jahr gesperrt, die Ruhrbruecke in Dahlhausen(© bochum-lokal; FotoTaG)




Piazza vor dem Bahnhof

Otto-Wels-Platz in Dahlhausen (© bochum-lokal; FotoTaG)

Natursteinpflaster soll Otto-Wels-Platz aufwerten

Einige Schäden erlitten hat am Pfingstmontag die Baustellenabsperrung um den Otto-Wels-Platz vor dem Dahlhauser Bahnhof. Ein Dicker Ast brach von einem alten Baum herunter. So ruht erst einmal die Aufpflasterung des Innenbereichs der Zuwege des historischen Gebäudes. Mit Auszubildenden der Technischen Betriebe ist die Stadt seit Anfang März damit beschäftigt, die ehemalige, schlecht gepflegte Rasenfläche mit Natursteinen zur Piazza aufzuwerten.

"Optisch versuchen wir dabei die Formgebung der Grünfläche nach einer alten Postkarte um 1920 im Pflaster aufzunehmen", erklärte schon im November letzten Jahres Petra Müller-Tiggemann von der Stadtverwaltung den Bezirkspolitikern. Nischen im Randbereich der Fläche bieten niedrigen Heckenpflanzen platz, ohne den kurzen Laufweg zwischen S-Bahnhofausgang und dem Haltepunkt der Straßenbahn einzuschränken.

Mehr Aufenthaltsqualität soll der Vorplatzbereich zusätzlich durch Anpflanzung weiterer Bäume und einer entsprechenden Beleuchtung bekommen. Nach den Plänen des Tiefbauamtes sollen die letzen Überreste der alten Bushaltestellen entfernt und die Fahrradständer vor Kopf des Grünstreifens neben Lidl umgesetzt werden. Ein neues Aussehen wird bei der Maßnahme auch die ehemals überdachte Wartefläche an der Straßenbahnenstelle bekommen. Wer sich an warmen Tagen gern einmal eine Tasse Kaffee im Freien gönnen möchte, der dürfte sich über die vorgesehene terrassenförmige Freifläche vor dem Bäckerladen für eine Außenbewirtung freuen.

"Wir rechnen mit der Fertigstellung im September und möchten zur Übergabe alle Bürger herzlich einladen", berichtet Marc Gräf, der die Nachfolge von Doris Erdmann antreten wird. Bis dahin soll natürlich auch der Brunnen "Lokomobile" in alter Schönheit erstrahlen und beruhigend vor sich hin plätschern. (Stand: 21.06.2014)

Otto-Wels-Platz in Dahlhausen (© bochum-lokal; FotoTaG)






An die Schüppe fertig los!

Spatenstich in Dahlhausen. Dr. Kratzsch, Klaus Hemmerling, Doris Erdmann, Marc Graef und Norbert Konegen. (© bochum-lokal; FotoTaG)

Doch was die Vertreter der Stadt mit den Politikern am Rande des Ruhrauenparks bewegten, war mehr symbolisch. Deutlich sollte es zeigen, dass die lang gehegten Pläne eines 3,7 Hektar großen Landschaftsparks vom Dahlhauser Bahnhof entlang der Wohnbebauung zum Eisenbahnmuseum, mit einem barrierefreien Zugang zu den Ruhrauen, der Umsetzung einen Schritt näher gekommen sind. Dies interessierte natürlich viele Anwohner, die neugierig einen Blick hinter die Bauzäune warfen, um einmal zu sehen, was der seit Anfang März aufgezogene Bautrupp inzwischen geleistet hat.

"Seit fast 15 Jahren stehe ich dem Stadtbezirk vor, und genau so lange beschäftigen wir uns mit der Förderung unseres herrlichen Stadtteils Dahlhausen", stellte Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann in ihrer Begrüßungsrede fest. Unzufrieden äußerte sie sich allerdings über den langen Stillstand auf dem brach liegenden alten Bahngelände. Nach einem gelungen Start vor zehn Jahren mit den ersten vier Baufeldern, ist durch die Insolvenz des damaligen Investors Körnig das Gelände wieder an die Bahn AG zurückgefallen. Nun will sie es selbst vermarkten.

Wegen des jahrelangen nicht genehmigten städtischen Haushalts kamen auch Dinge wie die geplante Promenade, Grüngestaltung, sowie Aufenthalts- und Spielbereiche ins Stocken. ĄDoch nun sind die Planungen noch einmal überarbeitet und Bundes- sowie Landesmittel bewilligt worden", freut sich die Bezirksbürgermeisterin. Rund 4, 4 Millionen Euro werden dafür investiert. "Bäume und Sitzgelegenheiten hat die Bezirksvertretung aus eigenen Mitteln beigesteuert", hebt sie hervor. Nicht nur das schöne Wetter, das den Fortschritt der Arbeiten sehr begünstigt hat ließ Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch über beide Wangen strahlen. Schon vom Auto aus hat er die Veränderungen bewundern können. "Der Zweite Kreisel ist bepflanzt, der Bahnhofsvorplatz wird wieder hergerichtet und die als besonders behinderten gerecht ausgezeichnete Seniorenanlage ist echt gut gelungen", und stieß dabei auf positive Resonanz der Leute, die von dort herüber gekommen waren. "Leider haben sich die Verhandlungen mit einem Investor für das restliche Baugelände zerschlagen", berichete er weiter.

So wird der auf Anregung des Behindertenausschusses frisch asphaltierte Rad- und Wanderweg erst einmal ungefähr am Ende der 122 fertig gestellten Wohneinheiten enden, da das weitere Gelände sich noch nicht im Eigentum der Stadt befindet. "Die Anbindung mit einer angstraumfreien Glasbrücke über die Bahnsteige zur Ruhr wird wohl noch auf sich warten lassen, die Bahn wird wegen des Ankaufs neuer Nahverkehrszüge wahrscheinlich alle Pläne überarbeiten müssen", erklärt Petra Müller-Tiggemann vom Amt für Stadtentwicklung. Dies bedeutet, der Panoramaweg beginnt vorerst hinter dem Stellwerkshäuschen und die barrierefreie Neugestaltung des S-Bahnhofs verzögert sich voraussichtlich bis 2017. "Das erste Teilstück des neuen Weges und damit auch die Nutzung des kleinen Bouleplatzes, kann aber nach der Abnahme in den nächsten Wochen frei gegeben werden", verspricht die nette städtische Mitarbeiterin. (Stand: 06.04.14) Ein Video demnächst unter Mitdabei!

Beim Startschuss am 4. 3.14 dabei. (© bochum-lokal; FotoTaG)
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