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L e s e r b r i e f e

Der Fahrverusch hat nichts gebracht. Alle schuettel sich den Kopf. (© bochum-lokal; Foto TaG)

Geisterfahrer und das Überfahren roter Ampeln besiegeln das Aus für die Pontonbrücke

Am 15.02.2018 informierte die Stadtverwaltung Bochum die Mandatsträger aus Bezirk und Rat darüber, dass der Fahrversuch an der Pontonbrücke gescheitert sei und die Brücke nun für den Kraftfahrzeugverkehr geschlossen würde.

Als Gründe dafür werden eine Vielzahl von Verkehrsverstößen von Auto- und Radfahrern und Fußgängern genannt, die Verkehrsregeln nicht beachten und dadurch sich und andere Verkehrsteilnehmer in Lebensgefahr bringen. Auf die Pressemitteilung der Stadt Bochum vom 15.02.2018 wird hingewiesen.

Durch die sich im Verkehr rechtswidrig verhaltenden Verkehrsteilnehmer, werden nun, die sich rechtskonform verhaltenden Verkehrsteilnehmer, erheblich eingeschränkt. Hierzu erklären das für den Wahlkreis Dahlhausen direkt gewählte Ratsmitglied Klaus Hemmerling und Bezirksbürgermeister Bochum-Südwest Marc Gräf: „Wir sind fassungslos und enttäuscht. Es bleibt eine große Verärgerung darüber, dass diese Verkehrssünder nun für immer den Weg über die Ruhr mit Kraftfahrzeugen zunichte gemacht haben."

Der Planungsaufwand für die dauerhafte Lösung war hoch und engagiert, auch teuer, aber im Ergebnis hätte es eine tragfähige Lösung gegeben. Neben einem Planungsbüro wurden auch die Bürgerinnen und Bürger in die Findungsphase eingebunden. An dieser Stelle wird auf die Bürgerversammlung verwiesen, zu der die SPD Dahlhausen vor einem Jahr eingeladen hatte. Mehrere gute Lösungsvorschläge waren dabei und die Idee einer Einbahnstraßenregelung mit Ampelschaltung wurde dann ab Oktober letzten Jahres als Testphase gestartet. Aber was nützt die beste Idee, wenn sich einige Verkehrsrowdies nicht daranhalten.

Schlimmer noch! Diese Autofahrer sind sich offenbar der Gefahr nicht bewusst oder es ist ihnen schlicht egal, indem sie mit ihrem verantwortungslosen Verhalten andere Verkehrsteilnehmer und den Bahnverkehr in Gefahr bringen. Nicht auszudenken, wenn ein Fahrzeugzwischen den Bahnschranken eingeschlossen wird.

Bereits nach den ersten Wochen des Testbetriebes wurden sehr viele Verkehrsverstöße von der Polizei aufgenommen, die auch rund um die Uhr mittels Videoaufzeichnungen erfasst wurden. In einer zweiten Testphase sollten dann die Geisterfahrer mit einer zusätzlichen 100 Meter langen Leitplanke davon abgehalten werden, in die falsche Richtung zu fahren. Leider jedoch wieder ohne Erfolg. Denn auch diese Leitplanke und die roten Ampeln hinderten zahlreiche Autofahrer nicht daran, die Vorschriften zu umgehen.

Unglaublich aber wahr, fuhren trotz Einengung durch die Betonpoller, zahlreichen Verbotsschildern, einige große Transporter zwischen 3,5t und 7,5t Gewicht, dennoch über die Brücke.

Die leidtragen Bürgerinnen und Bürger sind nun diejenigen, die zukünftig wieder viele Kilometer Umweg fahren müssen, um nach Hattingen oder Essen zu gelangen. Dies kostet viel Zeit und Geld und belastet die Umwelt mit zusätzlichen Schadstoffen.

Für den Rad- und Fußgängerverkehr soll die Brücke geöffnet bleiben. Bleibt nur noch zu hoffen, dass bald eine neue Brücke gebaut wird, die seit vielen Jahren gefordert wird, denn ein Grundsatzbeschluss dafür ist nach wie vor gültig. Nur ein neues Brückenbauwerk kann endlich einen sicheren Auto- und Bahnverkehr an der Stelle ermöglichen. Allerdings sind da insbesondere unsere Nachbarstädte Hattingen und Essen und das Land NRW gefordert."

Ratsmitglied Klaus Hemmerling und Bezirksbürgermeister Marc Gräf (SPD).





Manfred Wittmann (© bochum-lokal; Foto TaG)

Pontonbrücke / Lewacker Strasse

Die Bezirksvertretung Südwest und das Tiefbauamt der Stadt Bochum hatten zum ersten Spatenstich für den Ausbau der Lewacker Strasse in Dahlhausen eingeladen.

Ein erfreulicher Anlass sollte man meinen, hatten sich doch Generationen von Kommunal- und Landespolitikern für die Beseitigung dieser besonders schlechten Verkehrssituation eingesetzt. Schon vor dem Ziel geglaubt, scheiterte es dann doch immer wieder an den knappen Kassen. Nun ist es soweit, die Arbeiten haben begonnen.

Als ich am 1. April vor Ort war, staunte ich nicht schlecht. Eine Protestaktion machte sich lauthals Luft. Zunächst glaubte ich an einen Aprilscherz. Nein, war es nicht. Angeführt von einem CDU-Ratsherrn, der bis vor kurzem möglicherweise noch nicht einmal von der Existenz einer Pontonbrücke in Dahlhausen wusste, protestierte man gegen die temporäre Schließung der Pontonbrücke, die während der Baumaßnahme erforderlich ist. Viel mehr noch, es wurde bewusst falsch in den Raum gestellt, die Brücke bliebe dann auch für immer geschlossen.

SPD-Kommunalpolitiker und der Stadtbaurat wurden niedergebrüllt und die Veranstaltung mit Trillerpfeifen gestört. Am bedauerlichsten empfand ich die Beleidigungen, die unsere ehrenamtlichen und mehrheitlich gewählten Kommunalpolitiker über sich ergehen lassen mussten (Lügner, Verbrecher, Faschisten) nur einiges aus diesem Repertoire. Die Erklärungen des Stadtbaurates fanden kein Gehör. Folglich haben die Schreihälse bis heute nicht verstanden, was geplant und auch notwendig ist. Nach über 30 Jahren Kommunalpolitik habe ich viel erlebt. So etwas noch nicht. Am meisten tat mir weh, dass Menschen sich vor diesen parteipolitischen Karren spannen ließen, die ich kenne und schätzen gelernt hatte. Ich konnte nicht glauben, dass ich mich so getäuscht hatte.

Nicht das ich falsch verstanden werde, konstruktive Kritik ist erwünscht und kann bewegen, besonders dann, wenn diese auch mit Vorschlägen verbunden ist. Unzählige kommunalpolitische Entwicklungen in Dahlhausen sind genauso zustande gekommen. Ich erinnere nur an den jüngsten Kreisverkehr mit der neuen Verkehrsführung. Schon alles vergessen?

Eine Veranstaltung nach Art der Pegida wie diese, braucht Dahlhausen nicht. Ich hoffe, dass es dem einen oder anderen inzwischen auch peinlich ist und sein Verhalten überdenkt.

Bochum, den 15.04.2016
Manfred Wittmann





Keine Baenke und Papierkoerbe. (© bochum-lokal; FotoTaG)

Was sind wir „Weltoffen“

in Dahlhausen. Wir haben zwei Kreisverkehre, wir haben eine OneWorldStation, sprich einen S-Bahnanschluss, wir haben mehrere Discounter und sogar einen eigenen Markt.
Was wir nicht haben in Dahlhausen sind Mülleimer – bzw. es bestückt sie niemand – und wenn wir welche haben werden sie abgebaut.

Beispiel:
Am Denkmal der „Weinenden Frau“ (erster Kreisverkehr, Eiberger/Dr.-C.-Otto-Str.) hatten wir mal Bänke, - für unsere älteren Mitbürger ziemlich entspannend. Eines Tages im Herbst waren sie weg und wurden nicht mehr gesehen. Dann war auf der Ecke (links) ein Mülleimer der zugegeben immer sehr voll war, aber dagegen kann man ja etwas tun. Eines Tages im Herbst war er weg und wurde nicht mehr gesehen und jetzt ist es nicht mal Herbst und auf der anderen Ecke (rechts) wurde der letzte Mülleimer abgebaut – Wetten, den sehen wir nicht wieder.

Wir sollten Dahlhausen umbenennen in Schilda, irgendwie passt das besser.
Eine Noch-Mitbürgerin in Dahlhausen
Martina Warnke (8.9.2013)



Nachgefragt
"Die Arbeiten am zweiten Kreisverkehr sind gerade abgeschlossen. Nun werden die Widerherstellungsarbeiten im Umfeld in Angriff genommen. Dazu gehört auch die Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes!", sagte dazu Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann.





Schwimmbruecke Dahlhausen. (© bochum-lokal; FotoTaG)

Thema Schwimmbrücke

Die Reparaturmaßnahmen an der Pontonbrücke gehen einer Meldung zufolge aus einem Bochumer Lokalblatt in eine neue Richtung. Es werden nicht mehr die Nieten als besonders beanstandenswert angeführt sondern die Gelenkbolzen, welche die drei Teile der Brücke miteinander verbinden. Sie mussten entfernt und gehärtet werden. Eine Maßnahme die sicher nicht den Kostenfaktor darstellt wie die Erneuerung der Nietverbindungen.

Dennoch ist die Haltung der Politik weiter auf Sperrung der Fahrbahn auf 2 m. Eine Breite die es Rettungsfahrzeugen und Feuerwehr, genauso wie den Busverkehr nicht ermöglichen hier die Ruhr zu queren.

Bei einer Gefahr müssen die Dienste jeweils von der anderen Seite zusehen wie möglicherweise Schlimmes passiert.

Es muss doch eine technische Möglichkeit geben, die Missbrauch durch schwere Fahrzeuge aufzeigt und die Verantwortlichen erkennbar macht. Busverkehr und Rettungsdienste ausgenommen.

Reinhard Pamp

(© www.bochum-lokal.de, FotosTaG. - Aktuelles in Kürze finden Sie unter: Hinblick )