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Ihre Meinung ist gefragt

L e s e r b r i e f e

Manfred Wittmann (© bochum-lokal; Foto TaG)

Pontonbrücke / Lewacker Strasse

Die Bezirksvertretung Südwest und das Tiefbauamt der Stadt Bochum hatten zum ersten Spatenstich für den Ausbau der Lewacker Strasse in Dahlhausen eingeladen.

Ein erfreulicher Anlass sollte man meinen, hatten sich doch Generationen von Kommunal- und Landespolitikern für die Beseitigung dieser besonders schlechten Verkehrssituation eingesetzt. Schon vor dem Ziel geglaubt, scheiterte es dann doch immer wieder an den knappen Kassen. Nun ist es soweit, die Arbeiten haben begonnen.

Als ich am 1. April vor Ort war, staunte ich nicht schlecht. Eine Protestaktion machte sich lauthals Luft. Zunächst glaubte ich an einen Aprilscherz. Nein, war es nicht. Angeführt von einem CDU-Ratsherrn, der bis vor kurzem möglicherweise noch nicht einmal von der Existenz einer Pontonbrücke in Dahlhausen wusste, protestierte man gegen die temporäre Schließung der Pontonbrücke, die während der Baumaßnahme erforderlich ist. Viel mehr noch, es wurde bewusst falsch in den Raum gestellt, die Brücke bliebe dann auch für immer geschlossen.

SPD-Kommunalpolitiker und der Stadtbaurat wurden niedergebrüllt und die Veranstaltung mit Trillerpfeifen gestört. Am bedauerlichsten empfand ich die Beleidigungen, die unsere ehrenamtlichen und mehrheitlich gewählten Kommunalpolitiker über sich ergehen lassen mussten (Lügner, Verbrecher, Faschisten) nur einiges aus diesem Repertoire. Die Erklärungen des Stadtbaurates fanden kein Gehör. Folglich haben die Schreihälse bis heute nicht verstanden, was geplant und auch notwendig ist. Nach über 30 Jahren Kommunalpolitik habe ich viel erlebt. So etwas noch nicht. Am meisten tat mir weh, dass Menschen sich vor diesen parteipolitischen Karren spannen ließen, die ich kenne und schätzen gelernt hatte. Ich konnte nicht glauben, dass ich mich so getäuscht hatte.

Nicht das ich falsch verstanden werde, konstruktive Kritik ist erwünscht und kann bewegen, besonders dann, wenn diese auch mit Vorschlägen verbunden ist. Unzählige kommunalpolitische Entwicklungen in Dahlhausen sind genauso zustande gekommen. Ich erinnere nur an den jüngsten Kreisverkehr mit der neuen Verkehrsführung. Schon alles vergessen?

Eine Veranstaltung nach Art der Pegida wie diese, braucht Dahlhausen nicht. Ich hoffe, dass es dem einen oder anderen inzwischen auch peinlich ist und sein Verhalten überdenkt.

Bochum, den 15.04.2016
Manfred Wittmann





Keine Baenke und Papierkoerbe. (© bochum-lokal; FotoTaG)

Was sind wir „Weltoffen“

in Dahlhausen. Wir haben zwei Kreisverkehre, wir haben eine OneWorldStation, sprich einen S-Bahnanschluss, wir haben mehrere Discounter und sogar einen eigenen Markt.
Was wir nicht haben in Dahlhausen sind Mülleimer – bzw. es bestückt sie niemand – und wenn wir welche haben werden sie abgebaut.

Beispiel:
Am Denkmal der „Weinenden Frau“ (erster Kreisverkehr, Eiberger/Dr.-C.-Otto-Str.) hatten wir mal Bänke, - für unsere älteren Mitbürger ziemlich entspannend. Eines Tages im Herbst waren sie weg und wurden nicht mehr gesehen. Dann war auf der Ecke (links) ein Mülleimer der zugegeben immer sehr voll war, aber dagegen kann man ja etwas tun. Eines Tages im Herbst war er weg und wurde nicht mehr gesehen und jetzt ist es nicht mal Herbst und auf der anderen Ecke (rechts) wurde der letzte Mülleimer abgebaut – Wetten, den sehen wir nicht wieder.

Wir sollten Dahlhausen umbenennen in Schilda, irgendwie passt das besser.
Eine Noch-Mitbürgerin in Dahlhausen
Martina Warnke (8.9.2013)



Nachgefragt
"Die Arbeiten am zweiten Kreisverkehr sind gerade abgeschlossen. Nun werden die Widerherstellungsarbeiten im Umfeld in Angriff genommen. Dazu gehört auch die Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes!", sagte dazu Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann.





Schwimmbruecke Dahlhausen. (© bochum-lokal; FotoTaG)

Thema Schwimmbrücke

Die Reparaturmaßnahmen an der Pontonbrücke gehen einer Meldung zufolge aus einem Bochumer Lokalblatt in eine neue Richtung. Es werden nicht mehr die Nieten als besonders beanstandenswert angeführt sondern die Gelenkbolzen, welche die drei Teile der Brücke miteinander verbinden. Sie mussten entfernt und gehärtet werden. Eine Maßnahme die sicher nicht den Kostenfaktor darstellt wie die Erneuerung der Nietverbindungen.

Dennoch ist die Haltung der Politik weiter auf Sperrung der Fahrbahn auf 2 m. Eine Breite die es Rettungsfahrzeugen und Feuerwehr, genauso wie den Busverkehr nicht ermöglichen hier die Ruhr zu queren.

Bei einer Gefahr müssen die Dienste jeweils von der anderen Seite zusehen wie möglicherweise Schlimmes passiert.

Es muss doch eine technische Möglichkeit geben, die Missbrauch durch schwere Fahrzeuge aufzeigt und die Verantwortlichen erkennbar macht. Busverkehr und Rettungsdienste ausgenommen.

Reinhard Pamp

(© www.bochum-lokal.de, FotosTaG. - Aktuelles in Kürze finden Sie unter: Hinblick )