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Wie wird es weiter gehen?

Schon lange faehrt kein Bus mehr ueber die Bruecke. (© bochum-lokal; FotoTaG)

Schon lange fährt kein Bus mehr über die Pontonbrücke in Dahlhausen

Mal schnell über die Ruhr um nach Bochum-Linden zum Krankenhaus, nach Dahlhausen zum Bahnhof, zur Burg nach Altendorf oder zum Bummel durch Niederwenigern zu kommen, ist gerade für Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs gar nicht mehr so einfach.
Genauer gesagt, seitdem die Schwimmbrücke auch für den Linienbusverkehr gesperrt werden musste. Vor der aufwendigen Sanierung gut eineinhalb Jahren erklärte Gisbert Soldat vom Tiefbauamt der Stadt Bochum den Bezirksparlamentariern die Situation mit den Worten, "Um die Verbindung überhaupt noch für die nächsten 5 bis 10 Jahre aufrechterhalten zu können, sind wir gezwungen, durch Durchfahrtsbegrenzungen die Brücke vor weitere Schäden zu bewahren." Immer wieder ignorierten Lastkraftwagenfahrer die Beschränkung des zulässigen Gesamtgewichts auf 2,8 Tonnen.

Seit dem 7. September 2011 heißt es daher für die Fahrgäste zur anderen Ruhrseite "Bitte aussteigen!" Zu Fuß geht es dann über die Brücke, zum Haltepunkt der anderen Verkehrsgesellschaft. Wie schnell dies geschehen kann, hängt dabei letztendlich nicht nur vom Alter oder Kondition der Personen ab, sondern auch von der Situation an den Schranken des Bahnübergangs. Bis heute ist es den zuständigen Politikern in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den Verkehrsunternehmen nicht gelungen, eine Lösung zu finden, diese Lücke mit einem Taxi- oder Kleinbus zu schließen. In der vorletzten Sitzung der Bezirksvertretung Südwest, wurde bereits von einem drastischen Rückgang der Fahrgastzahlen berichtet.

Zudem beklagen sich immer wieder PKW-Fahrer über die gewählte Pollerlösung. Unzählige Spuren der verschiedensten Autolacke befinden sich bereits an den Betonklötzen. Trotzdem hält es sogar einzelne Lastkraftwagenfahrer nicht davon ab, auf die Abkürzung zu verzichten. Fast wöchentlich müssen die Einbauten wieder aufgerichtet werden. Aus diesem Grund sah man angesichts des Bahnübergangs auch damals von einer Höhenbegrenzung ab.

Um nach zukunftsträchtigen Lösungen zu suchen schlossen sich die SPD-Ortsvereine des "Dreiländerecks" vor längerer Zeit zusammen. Den Beschluss der Bezirksvertretung verkündete Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann bereits bei ihrer Ansprache auf dem Lindener Rosenmontagszug 2013 "Wir haben den Bau einer neuen Brücke über die Ruhr beantragt!" Wie die aussehen könnte, erklärte Ratspolitiker Manfred Wittmann bereits im letzten Sommer in unserer Filmdokumentation "Dahlhausen im Wandel" .

Auf gut 7 Millionen Euro dürfte sich nach ersten Schätzungen der Bau einer neuen, zweispurigen Ruhrbrücke belaufen. In Höhe der ehemaligen Zeche Dahlhauser Tiefbau wäre von der Lewackerstraße mit wenig Aufwand auch eine Überführung der Bahngleise der Linie S3 zu erzielen. So entspräche man nicht nur den Vorschriften des Eisenbahnkreuzungsgesetzes, sondern hätte auch eine hochwasserunabhängige Lösung gefunden. Gleichzeitig reduzierte man Immissionen durch Fahrzeugmotoren vor der Ampel am Bahnübergang. Während ein Neubau an alter Stelle von der Stadt Bochum und dem Ennepe-Ruhr-Kreis zu finanzieren wäre, kämen für die zweispurige Variante auch Landesmittel in Betracht.

Moegliche Brueckenvariante (© bochum-lokal; FotoTaG)

Wie eine neue Brücke über die Ruhr aussehen könnte, zeigt diese Skizze.

Hinweistafel (© bochum-lokal; FotoTag) Klappschild (© bochum-lokal; FotoTaG)

Mit Hinweistafeln an den Haltestellen machte die BOGESTRA frühzeitig auf die Linien- unterbrechung aufmerksam.

Fest installiert sind die Schilder vor der Pontonbrücke. Bei Hochwasser oder einer Wartung werden sie einfach aufgeklappt.

(© www.bochum-lokal.de, FotosTaG. - Aktuelles in Kürze finden Sie unter: Hinblick )